TV vom 26.04.2010: Ingeborg Sahler-Fesel neue Spitzenfrau

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Die SPD-Landtagsabgeordnete Ingeborg Sahler-Fesel aus Schweich tritt bei der Landtagswahl 2011 als neue Direktkandidatin für den Wahlkreis 24 Trier-Schweich an. Ihre Ersatzbewerberin ist die Landtagsabgeordnete Irmgard Fürst aus Ralingen.

Longuich. (f.k.) Zur Nominierung ihrer Landtagswahlkandidatinnen und -kandidaten hatten der SPD-Kreisverband Trier-Saarburg und der SPD-Stadtverband Trier am Samstag ins Gasthaus Haubrich in Longuich geladen. Wegen einer gleichzeitig stattfindenden Anti-Atom-Kundgebung in Biblis, an der auch zahlreiche regionale SPD-Mitglieder teilnahmen, war die Wahlkreiskonferenz in Longuich mit 45 von 60 möglichen Delegierten nur mäßig besetzt. Begrüßt wurden sie von Katarina Barley (Vorsitzende der Kreis-SPD und von Sven Teuber (stellvertretender Vorsitzender Stadt-SPD). Weitere Grußworte folgten vom SPD-Bundestagsabgeordneten Manfred Nink (Kenn) und von Landtagspräsident Joachim Mertes. Mertes erläuterte die aktuelle politische Situation des Landes aus seiner Sicht. Scharf zog er dabei mit der CDU-Opposition im Landtag ins Gericht und hob das bildungspolitische Konzept der Landesregierung hervor. Der Redner bezog deutlich Stellung zum umstrittenen den B-50-Hochmoselübergang bei Zeltingen-Rachtig. „Unser Land braucht zu seiner weiteren Entwicklung dringend großräumige Straßenanbindungen“, erklärte Mertes und führte den Kritikern den vor 40 Jahren ebenso umstrittenen Hochmoselübergang bei Winningen vor. Winningen und die gesamte Region hätten von diesem Bauwerk profitiert. Darüber bestehe heute Konsens.

Vor den anschließenden Wahlgängen schlug das per Abstimmung gebildete Präsidium mit Versammlungsleiter Josef Peter Mertes die Schweicher Landtagsabgeordnete Ingeborg Sahler-Fesel als Direktkandidatin und Irmgard Fürst aus Ralingen als Ersatzkandidatin vor. Fürst war 2009 für den in den Bundestag gewählten Manfred Nink in den Mainzer Landtag nachgerückt. Weitere Gegenvorschläge aus den Reihen der Delegierten gab es nicht.

Bei der Abstimmung fuhr Ingeborg Sahler-Fesel, die zuvor ausführlich über ihre politische Arbeit in Mainz berichtet hatte, ein klares Ergebnis ein: 42 Ja-Stimmen und dreimal Nein. Sahler-Fesel tritt damit als Direktkandidatin in die Fußstapfen von Manfred Nink, der bei der Landtagswahl 2006 im direkten Wahlgang knapp gegen seinen CDU-Kontrahenten Arnold Schmitt (Riol) unterlag und über einen Listenplatz in den Landtag kam. Ebenfalls eine deutliche Mehrheit mit 35 Ja-Stimmen bei sechs Nein-Stimmen und vier Enthaltungen erhielt Irmgard Fürst.

42 von 45 Stimmen für Politikerin aus Schweich

Die SPD-Spitzenkandidatinnen für den Wahlkreis 24: Ingeborg Sahler-Fesel (links) und Irmgard Fürst.
TV-Foto: Friedhelm Knopp

In einem weiteren Votum wurde ein Bewerber für die SPD-Landesliste gewählt. Dieser Kandidat hat 2011 die Chance, auch ohne Direktmandat der Wähler in den Landtag zu kommen. Beworben hatten sich Johannes Gorges (Osburg), Stefan Metzdorf (Gusterath) und Wulf Hauke Reusch (Trierweiler-Sirzenich). Es siegte Johannes Gorges mit 27 Stimmen, Stefan Metzdorf erhielt elf Stimmen und Wulf Hauke Reusch vier Stimmen.

Extra Zum Landtagswahlkreis 24 (Trier-Schweich) zählen die Trierer Stadtteile Ehrang-Quint, Pfalzel, Biewer und Ruwer-Eitelsbach sowie die Verbandsgemeinden Schweich, Trier-Land und Ruwer. Das Ergebnis bei der Landtagswahl 2006 in diesem Wahlkreis: 43,3 Prozent für die CDU (Direktkandidat Arnold Schmitt), 41,2 Prozent für die SPD (Manfred Nink), 6,6 Prozent für die FDP (Claus Piedmont), 6,5 Prozent für die Grünen (Michael Rahe).

Trierischer Volksfreund vom 26. April 2010; Redakteur Friedhelm Knopp

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